Einsatzreicher Fetzenmarkt

Bereits eine Woche zuvor begannen die kleinen aber feinen Vorarbeiten für unseren alljährlichen Fetzenmarkt. Tische und Bänke wurden zur besseren Präsentation der zu Verkauf stehenden Gegenstände aufgestellt, eine Begrenzung und Absperrung mittels Bauzäune errichtet, die Küche und der Schank aufgebaut und der Papierkram erledigt.

Am Freitag starteten wir am Vormittag mit dem Sammeln der von der Bevölkerung Sankt Johann im Saggautal bereit gestellten Gegenstände. Bis in die Abendstunden wurde von den Feuerwehrkameraden fleißig die Gegenstände eingesammelt, vorsortiert und aufgestellt, bis um 20.40 Uhr die Sirene zum ersten Mal an diesem Fetzenmarkt-Wochenende ertönte.

Die Feuerwehrkameraden ließen sofort alles stehen und liegen und machten sich in Einsatzuniform auf dem Weg zum Einsatzort. Ein junger Fahrer hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, kam ins Schleudern und krachte in Folge dessen in eine Böschung. Zum Glück konnte sich der Fahrer selbst aus seinem beschädigten Fahrzeug befreien und wurde vorsorglich mit der ebenfalls alarmierten Rettung ins Krankenhaus gebracht. Die Unfallstelle wurde von uns gereinigt und das beschädigte Fahrzeug vom Abschleppdienst abgeholt.

Wieder im Rüsthaus eingerückt, wurden die Kameraden noch von unserer legendären Fetzenmarkt-Küche verköstigt.

Kaum war der Samstag angebrochen, wurde schon wieder fleißig weiter gesammelt und sortiert, ehe der Vorverkauf der Bekleidung um 09.00 Uhr starten konnte.

Kurz nachdem wir den Vorverkauf eröffnet hatten und das Sammeln und Sortieren für den Fetzenmarkt beenden konnten, ertönte die Sirene um 09.30 Uhr zum zweiten Mal und unterbrach die letzten Vorbereitungen.

Dieses Mal lautet der Einsatzbefehl „vermutlicher Wirftschaftsgebäudebrand“ am Remschnigg. Sofort machte sich ein Atemschutztrupp, sowie weitere Kameraden mit dem HLF, WTF und MTF auf den Weg zum Einsatzort. Dort eingetroffen, hieß es dann zum Glück „Fehlalarm“. Ein Grundstückbesitzer im slowenischen Grenzgebiet hat einen Haufen Äste bewusst in Brand gesetzt.

Somit konnten wir wieder ins Rüsthaus einrücken und die Vorbereitungen für den Fetzenmarkt ging bis spät in den Abend weiter.

Nun stand der Sonntag und somit auch unser Fetzenmarkt vor der Tür. Schon sehr früh versammelten sich zahlreiche Besucher vor dem Zaun, um das beste Schnäppchen zu ergattern.

Unter musikalischer Begleitung der Sulmis wurden über den sonnigen Tag die zum Verkauf stehenden Gegenstände begutachtet und Preise gefeilscht.

Unsere Besucher wurden wieder von unserem Küchenteam rund um Markus Kröll und Bernd Buchleitner mit Spezialitäten wie einer Flecksuppe, dem legendären Fetzenburger, einem Feuerwehrteller (Kistenbraten mit Kraut und Kartoffeln), sowie leckerem Gegrilltem, verköstigt.

Bereits am Sonntag-Nachmittag haben die Aufräumarbeiten begonnen und konnten am Montag abgeschlossen werden. Nach diesen Arbeiten spürte man wie der Druck der letzten Tage nachließ. Viele Kameraden und Kameradinnen sowie deren Angehörige nahmen für diese Woche extra Urlaub, um von früh bis spät zu helfen und um Nachtwachen zu übernehmen.

 

Letztendlich hat es sich aber wieder ausgezahlt!

 

Wir bedanken uns bei allen Besuchern und freuen uns auf nächstes Jahr!

Bericht: LMdF Stockner Jacqueline