04.15 Uhr - Einsatzbefehl: In Wald gestürztes Fahrzeug mit zwei eingeklemmten Personen!

Spätestens jetzt war, selbst dem härtesten Feuerwehrmann, die Müdigkeit aus dem Gesicht verflogen, als dieser Einsatzbefehl in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages an uns ausgegeben wurde. Nacht, Nebel und Regen begleiteten unsere eilige Fahrt zu der vermeintlichen Unfallstelle. Kaum zu glauben was uns vor Ort erwartete, wo wir schon von den Ohrenzeugen des Vorfalles empfangen wurden. Das Unfallfahrzeug war von unserem Standort aus ca. achtzig Meter entfernt und mindestens fünfzig Meter tiefer gelegen. Dazu sehr steiles und äußerst rutschiges Gelände. Das Vordringen zum Unfallort war nur unter Einsatz von Seilen und Sicherungen durchführbar . Der PKW selbst war völlig mit einem Schafzaun Eingewickelt, durch den das Fahrzeug zweimal gerutscht ist. Zange und Seitenschneider galt es wieder von oben anzufordern. Zum Glück bewahrheitete sich nicht das jemand im Wrack eingeklemmt war. Jedoch war es, aufgrund seines Zustandes, unmöglich einen Unfallbeteiligten den Berg hochzubringen. HBI Wallner ordnete eine Bergung mittels Schaufeltrage und Seilwinde an. Der Erfolg gab ihm Recht und wir brachten den Verletzten auf dieser steilen Strecke recht kräfte schonend den Berg hinauf. Der bereits anwesende Notarzt und die anwesenden Sanitäter vom Roten Kreuz nahmen die Versorgung der beiden Verletzten vor. Mithilfe beider Seilwinden (WTF, HLF), Seilverlängerungen, Rundschlingen und unter selbstlosen Einsatz der Wehren St. Johann und Arnfels gelang es uns nach zwei anstrengenden Stunden das Fahrzeug auf die Gemeindestraße zu ziehen. Einsatzende war um halb sieben. Für uns endete er bei einem gemeinsamen, wohlverdienten und guten Frühstück im Cafe Masser.

 

Fotos: FF St. Johann

Bericht: HFM Binder Rupert